Lionsclub Wermelskirchen -Wipperfürth
Pferdehof

Besuch bei unserem Präsidenten Jörn Kohnke auf seinem Gut Bremer Hof

Island-Pferde  auf Gut Bremer Hof, Bremen 15, Wermelskirchen.

Foto: Jürgen Kaiser

Unser Präsident, Jörn Kohnke, begrüßte 23 Lions-Freunde, von denen viele in Begleitung Ihrer Frauen gekommen waren. Auf seinem Gut werden 31 Pferde betreut, ausnahmslos Island-Pferde, auch Isländer genannt. Isländer sind robuste und kräftige Pferde, die trotz ihres vergleichsweise kleinen Stockmaßes von 130-150 cm problemlos von Erwachsenen geritten werden können. Außer Schritt, Trab und Galopp verfügen sie  über die Gangart „Tölt“, die genetisch angelegt ist. Bevor wir diese Besonderheit bei einer Vorführung bewundern durften zeigte uns Jörn Kohnke alle Bereiche des Pferdehofs.

Neben einer Reitbahn von 190m Länge befinden sich die Stallungen. Sie sind in halboffener Bauweise erstellt und erlauben es den Pferden, sich vom überdachten Stallbereich mit den Futterrinnen auf einem den Ställen vorgelagerten offenen Bereich zu bewegen. Dieser Bereich ist zur Talseite gelegen und bietet einen freien Blick ins Tal. Die Isländer stehen bei Wind und Wetter oft draußen und genießen den Ausblick und lassen sich den Wind durch Fell jagen. Außer dem Wildleben gibt es wohl keine artgerechtere Haltung für sie.
Talabwärts liegen auch die Weiden für die Tiere und große Grünflächen, die der Futtergewinnung dienen. Letztere dürfen die Pferde nicht betreten, damit keine Krankheitskeime oder Würmer übertragen werden können, da dort auch das Winterfutter (Silage) gewonnen wird.
Zwischen den Weiden schlängelt sich hofeigener Reitweg ins Tal, der zu den dort gelegenen öffentlichen Reitwegen führt, die weite Reitausflüge gestatten.  
Nach dem Besuch der Stallungen wartet der erste Höhepunkt des Besuchs auf uns, eine Reitvorführung, bei der uns die Fähigkeiten der Islandpferde gezeigt wurden. Drei junge Damen, Marijke Hahn, Julia Herrmann und Julia Kohnke wärmten sich und ihre Pferde zuerst mit einigen Runden auf der Reitbahn auf. Die Reitbahn hat einen Untergrund aus Vulkanasche, genauso wie der Boden in der Heimat der Pferde. Allerdings wurde in Gut Bremerhof Asche aus der Eifel verarbeitet.

Der Schwerpunkt der Vorführung lag auf dem „Tölt“, dieser besonderen Gangart der Isländer.
In Wikipedia steht folgende Definition (in Auszügen):
„Der Tölt ist eine Spezialgangart, die für den Reiter besonders angenehm und rückenschonend ist. Im Gegensatz zu Trab und Galopp hat Tölt keine Schwebephase, sondern ist eine gelaufene Gangart. Der Reiter sitzt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken. Tölt hat, abhängig von der Ganglage und Ausbildung des Pferdes, eine hohe Tempovarianz zwischen Schritt- und Galopptempo.“
Dies wurde uns in beeindruckender Weise von den jungen Damen mit und von ihren Pferden vorgeführt. Gut erkennen konnte man, wie die Reiterinnen fast erschütterungsfrei auf ihren Pferden saßen.  (Namen deiner Tochter?) zeigte uns noch eine besonders perfekte Art den „Tölt“ reiten: sie ließ ihrem Pferd die Zügel frei, eine Übung, die besonders viel Training und Verbindung zum Pferd verlangt. Im Wettkampf, bei dem sie (NRW Meisterin?) in dieser Prüfung wurde, tragen die Pferde weißes Zaumzeug, damit die Wettkampfrichter alles genau beobachten können.
Beeindruckend war auf das hohe Tempo, das die Isländer in dieser Gangart vorlegen können. Langanhaltender Beifall dankte den drei jungen Damen für ihre hervorragende und lehrreiche Darbietung.
Nach Besuch des überdachten Sattelplatzes und der Sattelkammer zeigte Jörn Kohnke uns noch die Reithalle. Die (23x33 m??) große Halle hat einen Boden mit besonderem Aufbau aus Sand und kleinen Kunststoffteilen. Wird er bewässert, entsteht ein weicher, fast schwimmender Boden, der gut federt, und hilft, die Gelenke der Pferde zu schützen.
Schon vor dem Besuch der Reithalle passierten wir einen Grill, in dem Holzkohle glühte. Jörn Kohnke hatte noch ein Imbiss mit Grillwurst, Kartoffelsalat und Bier aus einem Fässchen sowie anderen, erfrischen Getränken für uns vorbereitet. Dazu erklommen wir einen Raum neben der Reithalle, der durch Fenster einen Blick in ebendiese Halle gestattete.

Der Imbiss, für den unserem Präsidenten unser herzlicher Dank gebührt, war ein perfekter Abschluss für den Besuch auf seinem Gut. Der Abend klang so mit interessanten Gesprächen und gemütlichen Beisammensein aus.

Bericht von Arnolf Schulte

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